Die Requirements sind eigentlich als minimal zu bezeichnen: Keine Werbung auf den Seiten, ansprechendes Design und Layout, Unterseiten müssen möglich sein, Übernahme einer bestehenden Domäne oder fehlerfreies verbergen im IFrame. Gut zu haben wären Kontaktformular, Paßwortschutz von Unterseiten, weitere Nutzer, vielleicht ein paar hilfreiche Widgets. Die Seite soll eindeutig kein Blog sein, also nicht von Neuigkeiten leben, sondern ausschließlich statische Informationen präsentieren.

Aus der schier unübersichtlichen Flut von Webanbietern wurden folgende evaluiert:

SnapPages hat mit Abstand das hübscheste und modernste Interface zum Arbeiten, aber im freien Account kann man keine Unterseiten erzeugen, der Anbieter fällt damit sofort aus.

Webon ist ansprechend, kann aber nicht so recht überzeugen. Updates der Seite dauern in Einzelfällen verdächtig lange, user generated templates zeigen Fehler. Adaption der Stylesheets ist aber umfangreich möglich.

Weebly ist der Platzhirsch des Genres. Der Browser Google Chrome wird nicht unterstützt, das ist nicht zeitgemäß. Firefox 3 hat über eine gute Verbindung auf einem Dual Core E6600 Rechner Schwierigkeiten, die live demo zu starten, dabei fehlen diverse grafische Elemente. Das Zusammenklicken ist zwar intuitiv, aber der Texteditor kann nicht einmal einfache Liste (bulleted lists) erzeugen. Beim Arbeiten tauchten gelegentlich Fehlermeldungen auf, die zwar durch einfaches Klicken auf die Fehlermeldung zu beheben waren, aber so richtig wohl kann einem dabei nicht sein.

Edicy ist ein neuer Dienst in dem Bereich, besticht aber durch die eingebaute Vielsprachigkeit, die es leicht erlaubt, verschiedene Sprachen auf der Webpräsenz darzustellen. Ganz offensichtlich kommt der Dienst nicht aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten, sondern aus Estonien. Die eigene Domäne kann man leider nur in der Bezahlversion konfigurieren. Dafür kann man Editoren einladen. Auch Google Analytics kann man einbinden, selbst an das Hochladen von FavIcons hat man gedacht. Beeindruckend! Die Seitengestaltung zeigt sich nicht trivial, da sie kompliziert Template-gesteuert ist. Die Templates sind händisch zu erstellen, bzw. von der Vorlage anzupassen. Dabei wird eine Template-Sprache mit diversen vorderfinierten Variablen verwendet, für aber leider keine Dokumentation zu finden ist. Für eine große Webpräsenz ist das sicher ein fantastisches Angebot, für kleinere Anwendungen aber zu viel des Guten und außerdem ist viel Handarbeit nötig.

Microsoft Office Live Small Business ist eine in diesem Kontext eher zufällige Entdeckung. Auch hier wird Google Chrome nicht unterstützt, zumindest ist das nicht überraschend. Dafür kann man hier die eigene Domäne verwenden. Der Zugang ist mit allen möglichen Inhalten fragwürdiger Relevanz überladen. Die Templates sind einfach und wirken langweilig gestelzt, sind aber leicht anwendbar. Das Interface ist nah an Office 2007 gehalten, sehr unschön aber, daß das Drop-Down Menü zur Preview des Templates unweigerlich die Seite überlagert. Gut ist die Integration der Kontaktform mit Outlook 2007.

Fazit: So recht überzeugen können alle Angebote. Ernsthaft in frage kommen nur Weebly, Edicy und Microsoft Office Live Small Business.

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